48 Std. Neukölln 2026

Beate Rusch

„Statistics of a Bouquet“

Freitag / Friday, 03.07.2026, 19 bis 11:00 Uhr / 7 to 11:00 p.m.

(Mit Musik von/With music by: Heinrich Grafenhorst und/and Michael Schneider)

Samstag / Saturday, 04.07.2026, 15 bis 22 Uhr / 3 to 10 p.m.

Sonntag / Sunday, 05.07.2026, 14 bis 19 Uhr / 2 to 7 p.m.

„Statistics of a Bouquet“

Die Installation „Statistics of a Bouquet“ untersucht den Zusammenhang zwischen einem vergänglichen Blumenarrangement und nüchternen Zahlen zu Geburt und Tod und zeigt, wie individuelle Trauer und kollektive Zeitmessung miteinander verflochten sind.

Das Projekt basiert auf der Idee, dass die Welt der Toten die Welt der Lebenden übersteigt und dass die Grenzen zwischen Leben und Tod, Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart fließend sind. In Anlehnung an philosophische Ideen der niederländischen Schriftstellerin Connie Palmen werden der menschliche Körper und das Gedächtnis als Archive verstanden: Spuren anderer Leben, Worte und Verluste begleiten uns von Geburt an.

Im Mittelpunkt der Fotoinstallation steht ein Strauß roter Tulpen in einer roten Vase. Sein natürlicher Verfall wurde über acht Monate hinweg, von April bis November 2025, dokumentiert, was zu 147 Bildern führte, die den Übergang von Frische zu Verwelkung, von Präsenz zu Abwesenheit zeigen. Eine Auswahl dieser Fotografien wird von statistischen Daten zu Geburten und Todesfällen in Berlin und anderen Städten begleitet. Dies verbindet persönliche Beobachtung mit kollektiver Realität.

Beate Rusch hat bei verschiedenen namhaften Künstlerinnen und Künstlern gelernt, darunter Birgit Jansen (Berlin), Jerry Zeniuk und Ingrid Floss (München) und Rebecca Raue (Berlin). Seit 2013 zeigt sie ihre Bilder regelmäßig in Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

“Statistics of a Bouquet” ist die erste Installationsarbeit der Berliner Künstlerin Beate Rusch.   
Weitere Arbeiten finden sich auf Insta @beaterusch und  https://ruschart.de/

“Statistics of a Bouquet”

The installation “Statistics of a Bouquet” examines the iconnection between a fleeting flower bouquet and sobering figures on birth and death, showing how individual grief and collective timekeeping are interwoven with one another. 

The project is based on the idea that the world of the dead exceeds the world of the living and that the boundaries between life and death, inside and outside, past and present are fluid. Based on philosophical ideas of the Dutch author Connie Palmen, the human body and memory are understood as an archive: traces of other lives, words, and losses accompany us from our birth on. 

In the center of the photo installations stands a bouquet of red tulips in a red vase. Its natural deterioration/decay was documented over a period of eight months, from April to November 2025, resulting in 147 pictures showing the transition from freshness to wilting, from presence to absence. A selection of these photos is accompanied by statistical data on births and deaths in Berlin and other cities. The installation thus interconnects personal observation with collective reality.

Beate Rusch learned from various renowned artists, including Birgit Jansen (Berlin), Jerry Zeniuk  and Ingrid Floss (Munich), and Rebecca Raue (Berlin). She has been presenting her pictures in group exhibitions in Germany and abroad on a regular basis since 2013. 

“Statistics of a Bouquet” is the Berlin-based artist Beate Rusch’s first installation work.   
Other works can be found on Insta @beaterusch and at https://ruschart.de/

Auch während 48 Std. Neukölln zu sehen sind Arbeiten von /

Also being presented during 49h Neukölln are works by

Evelyn Tiernan

Dublin 6, 2, 4

Evelyn Tiernan ist eine in Irland geborene Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet.

Evelyn schafft abstrakte Stadtlandschaften aus perspektivischen Zeichnungen, die auf ihren eigenen Fotografien realer Gebäude und Orte basieren. Ausgehend von beobachteter Architektur fertigt sie detaillierte Zeichnungen an, die sie anschließend dekonstruiert, fragmentiert und neu kombiniert. Durch das Zusammenfügen von Ausschnitten aus verschiedenen Zeichnungen konstruiert sie fiktive Landschaften, die Spuren realer Orte bewahren und zugleich zu völlig neuen Umgebungen werden.

Zwischen Realität und Fantasie schwebend, erforschen diese Räume unsere Beziehung zu Ort, Identität und Zeit sowie das sich wandelnde Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Ungewissheit in der Art und Weise, wie wir uns in der Welt um uns herum zurechtfinden. Während die Malerei im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht, arbeitet Evelyn auch mit Installationen und Videos, um Wahrnehmung und Perspektive weiter herauszufordern.

Evelyn Tiernan is an Irish-born artist who lives and works in Berlin

Evelyn creates abstract cityscapes from perspective drawings based on her own photographs of real buildings and locations. Beginning with observed architecture, she produces detailed drawings that are then deconstructed, fragmented, and recombined. By merging sections from multiple drawings, she constructs fictional landscapes that retain traces of real places while becoming entirely new environments. 

Suspended between reality and imagination, these spaces explore our relationship to place, identity, and time, as well as the shifting balance between control and uncertainty in how we navigate the world around us. While painting is central to her practice, Evelyn also works with installation and video to further challenge perception and perspective.

„Kunstkarten und Erzählung“ 

von Theodor Di Ricco

(nur Sonntagnachmittag / only Sunday afternoon)

und/and

Werke von / works by Amy J. Klement und/and ANN –Institut für visuelle Freude